Ирина Леприх

Wismar - auf den Spuren von Hanse, den Schweden und der DDR

Wismar ist eine wunderschöne geschichtsträchtige Hafenstadt an der Ostsee.  Die Innenstadt von Wismar mit ihren historischen Häuser und Kirchen gehört zur UNESCO-Weltkulturerbe. Über 300 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die Struktur der Stadt ist seit dem 13. Jahrhundert unverändert geblieben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Wismar lange Zeit zu Schweden, was sich auch jetzt in der Architektur und in einigen Traditionen widerspiegelt.

Im Mittelalter spezialisierte sich die Stadt auf dem Handel mit Hering, Bier, Getreide, Malz und Hopfen. Das in Wismar gebraute Bier war in Portugal, Spanien und Russland sehr populär und kann heute nur in einem besonderen Brauhaus genossen werden. Im Gegensatz zu Hering, der nach speziellen Rezepten zubereitet und in zahlreichen gastronomischen Einrichtungen mit einem maritimen Flair angeboten wird.
Der Hering ist nicht nur eine Speise und ein Wirtschaftsfaktor. Er ist vor allem ein Kulturgut der Stadt. Es ist kein Wunder, dass die jährlich stattfindenden Heringtage 16 Tage lang andauern und Hunderttausende Fischspeisen-Liebhaber aus aller Welt anziehen.

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Wismar - auf den Spuren von Hanse, den Schweden und der DDR

Ein Stadtrundgang in Wismar dauert zwei Stunden.
Unseren Rundgang beginnen wir am Hafen, dessen Leben auch heutzutage durch Fischer bestimmt wird. Wie noch vor Jahrhunderten verkaufen sie den Fang frisch und geräuchert gekonnt aus den ihren Booten. 
Wir sehen die einzige erhaltene alte Brauerei der Stadt (der spätere Besuch ist für Bierliebhaber dringend empfohlen). Weiter gehen wir am Ufer des ältesten Kanals Deutschlands „Frische Grube“ am markanten Haus „Gewölbe“ vorbei in Richtung St. Nkolaikirche spazieren, deren Altar als einer der wichtigsten Kunstschätze des norddeutschen Mittelalters gilt. 

Auf dem Weg in die Innenstadt überqueren wir die amüsante Schweinsbrücke, bevor es weiter zum Haus des bekannten Braumeisters Schabbell geht, zum ersten Kaufhaus von Karstadt, zum Rathaus und zum gotischen